Netzwoche berichtet über cablecom’s IntraWeb 2.0

Writing by Leila Summa on Friday, 5 of October , 2007 at 6:42 am

Web 2.0 in Unternehmen: Community-Bildung durchs Intranet?
«… Ein ähnlicher Ansatz ist im Intranet von cablecom zu finden. Bei dem mit einem Gütesiegel von best of swiss web ausgezeichneten Projekt können die Mitarbeiter im Intranet Blikis, eine Mischung aus Blogs und Wikis, Beiträge schreiben und auf einem persönlichen elektronischen Schreibtisch alle für sie relevanten Informationen bündeln. Die Blikis werden mit Tags versehen, Beiträge können kommentiert und abonniert werden. Cablecom verfolgt mit dieser Plattform drei Ziele: Man erhofft sich langfristig durch die Etablierung des Intranets 2.0 als zentrale Kollaborationsplattform der Informationsüberflutung der Mitarbeiter durch E-Mails entgegenzuwirken. Angesichts der vielen neu lancierten Produkte und der schnellebigen Telco-Branche ist dies essentiell. Zweitens soll die Mitarbeiterloyalität verbessert werden, indem sie ihre Anliegen vor- und ihre Ideen einbringen können – dies teilweise im direkten Diskurs mit der Geschäftsleitung und Bereichsverantwortlichen. Und schliesslich will Cablecom drittens auch die Intelligenz der Masse nutzen, indem sie Mitarbeiten vermehrt in interne Entscheidungsprozesse oder in die Ideenfindung involviert.Der Einsatz vom Web 2.0 im Intranet ist allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. Andrew McAfee, Associate Professor an der Harvard Businesss School nennt einige Stolpersteine. So wiegen die persönlichen Vorteile der Mitarbeiter den Aufwand selten auf und die Mitarbeiter können selten zu einer Teilnahme bewegt werden. Weiter sei die Unternehmenskultur häufig auch noch nicht so weit entwickelt. In der Tat muss man sich fragen, ob nicht gerade die Mitarbeiter, die das für die Firma am wertvollsten Wissen besitzen, nicht am wenigsten Zeit haben, um einen Blog zu schreiben oder ihr Wissen in ein Wiki einzugeben.Community-Building durchs Intranet

Bei cablecom ergaben sich diese Probleme bis jetzt nur Ansatzweise. So hätten nach knapp einem halben Jahr ein Viertel der Mitarbeiter bereits einen Beitrag verfasst und zwischen einem Viertel und einem Drittel der Mitarbeiter einen Beitrag kommentiert, erklärt Leila Summa, Verantwortliche für das Intranet bei Cablecom gegenüber der Netzwoche. Angesicht der Mitmach-Rate bei Youtube von 0.16 Prozent oder Wikipedia von mehr als vier Prozent sei das ein gutes Resultat. Allerdings schränkt Summa auch ein, dass es nach wie vor Vorgesetzte oder Projektleiter gebe, die sich der Wichtigkeit ihrer Kommunikationsaufgabe noch zu wenig bewusst sind und nach dem Motto „Wissen ist Macht“ oder der Begründung des Zeitmangels noch nicht bereit sind, ihr Wissen zu teilen.
Ausserdem gebe es auch Mitarbeiter, die sich mit der Transparenz eines solchen Intranets schwer tun und die grössere Verbindlichkeit im Vergleich zu E-Mails fürchten.

Neben diesen Einschränkungen zieht Summa jedoch eine positive Zwischenbilanz. «Wir sind in einer stetigen Lernphase, dabei ist es wichtig aus Fehlern zu lernen und sie möglichst kein zweites Mal zu machen.» meint Summa. «Und deshalb haben wir unter anderem eine Blog-Policy eingeführt.» Durch das Intranet sehe man einerseits, was die Mitarbeitenden bewegt und interessiert und andererseits würde durch die standort-, team- und hierarchieübergreifende Diskussionen in Blikis so etwas wie eine firmenweite Community entstehen und Kontakte aus dem Intranet sich auch im normalen Berufsalltag positiv auswirken. ..»

Quelle: Netzwoche, 02.10.2007

Category: Enterprise 2.0

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Internal Relations 2.0

Autorin:

Leila Summa ist nicht nur der Tiefe der menschlichen Psyche, sondern seit dem Dot-com-Hype auch die Leidenschaft für die Weite des WWW verfallen. Sie hat sich quasi in den net-ten Hyperlink verliebt und konnte nicht mehr loslassen [ausser den 404'er].